sport + gesundheit

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Gesundes Leben durch Ausdauersport
Organspende - Sportler für ein “zweites Leben”

Ausdauersport ist die beste Medizin - gesundes Leben durch Ausdauersport


Am Beispiel des Radsports soll gezeigt werden, wie man durch sinnvolle Bewegung die Gesundheit fördern kann ohne sich dabei zu überfördern. Ich hatte Dr. Bertram von der Gollwitzer-Meier-Klinik in Bad Oeynhausen gebeten, für meine website radwege-online.de einen Artikel zum Thema Ausdauersport zu schreiben.

Für die nachflgende Ausarbeitung möchte ich mich recht herzlich bedanken.


Medizin/Gesundheit

Bei der Verhinderung und der Behandlung von Krankheiten wird dem körperlichen Ausdauertraining ein hoher Stellenwert eingeräumt. Zahlreiche Gesundheits-störungen sind Folge unserer Wohlstandgesellschaft, die uns ein zu viel an Essen mit gut schmeckenden, aber ungünstigen Ernährungsformen (fast food) und ein Mangel an Bewegung durch Autofahren und Fernsehen ermöglicht oder aufzwingt.

Das Internet-Angebot von Fahrradtouren und Fahrradwegen, wie es von radwege-online.de vorgehalten wird, verdient an dieser Stelle in jeder Hinsicht Lob und Unterstützung. Es gibt uns kompetente und fundiert erarbeitete Hinweise, wie wir den Wohlsstandskrankheiten entkommen, uns entspannen  und dabei für unsere Gesundheit sinnvolles tun können.
  
Der Bitte von Ulrich Wehmeier, medizinische Gesichtspunkte zum Fahrradfahren beizutragen, bin ich gerne nachgekommen. Dabei sollen drei Fragen beantwortet werden:

Welche Untersuchungen sind vor Aufnahme eines Ausdauersportes ratsam?
Wie kann die Trainingsintensität festgelegt werden?
Warum fördert Fahrradfahren die Gesundheit?


1) Welche Untersuchungen sind für ein Ausdauertraining sinnvoll?

Vor Aufnahme eines Fahrradtrainings und/oder zur Ermittlung eines individuell abgestimmten Trainings sollte eine medizinisch kontrollierte Leistungsdiagnostik

durchgeführt werden. Die Untersuchung umfasst als Mindestforderung ein Ruhe-EKG und ein Belastungs-EKG. Genauere Aussagen sind durch Einbeziehung einer Spiroergometrie, durch Laktatbestimmungen und durch eine Echokardiographie möglich.

Das Belastungs-EKG auf einem Fahrrad-Ergometer oder auf dem Laufband wird unter kontinuierlicher Ableitung eines EKG’s durchgeführt und gibt Auskunft über eventuell vorhandene Durchblutungsstörungen des Herzens sowie über das Verhalten von Herzfrequenz und Blutdruck unter Belastung. Anhand einer solchen Untersuchung kann die maximale Herzfrequenz am Ende der Belastung, die maximal erreichte Leistung (in Watt) und der zu diesem Zeitpunkt erreichte Spitzenblutdruck ermittelt werden.

Die Spiroergometrie stellt eine Erweiterung des Belastungs-EKG’s dar. Über eine Atemmaske werden während der Belastung zusätzlich die Sauerstoffaufnahme (O²-Aufnahme) und die Kohlendioxidabgabe (CO²-Abgabe) ermittelt. Anhand der Messwerte sind Aussagen über die maximal erreichte Sauerstoffaufnahme (peak VO²) und über die Sauerstoffaufnahme zum Zeitpunkt des Überganges vom aeroben zum anaeroben Stoffwechsel möglich.

Für Rennradfahrer, Leistungssportler, aber auch bei vorbekannten Herz-Kreislauferkrankungen ist ergänzend eine Echokardiographie erforderlich, bei der Herzgröße, Pumpleistung, Klappenfunktion und Dicke der Herzmuskulatur festgestellt und vermessen werden können. 

Um Missverständnissen vorzubeugen: Die gelegentliche Fahrradtour mit der Familie erfordert keinen Gesundheits-Check bei den Kindern. Aber jeder, der über 40 Jahre alt ist und Fahrradfahren als Ausdauertraining durchführen möchte, sollte sich einer vorherigen Gesundheitsuntersuchung mit Ermittlung der für ihn sinnvollen Trainingsfrequenz unterziehen.


2) Was ist eine sinnvolle Dosierung ?

Nach allgemeinen Empfehlungen sollte das Fahrradfahren/Ausdauertraining mit einer Intensität von 60% der individuellen maximalen Herzfrequenz oder 50% der peak-VO² durchgeführt werden. In Abhängigkeit vom subjektiven Empfinden ist eine schrittweise Erhöhung auf 70 – 80% der maximalen Herzfrequenz oder auf  60 – 75% des peak-VO² möglich.

Hilfreich bei der Ermittlung der Trainingsfrequenz ist das Tragen eines Brustgurtes, über den die Herzfrequenz an einen am Handgelenk getragenen Empfänger übermittelt und dort abgelesen werden kann.


3) Welche Auswirkungen hat regelmäßiges Fahrradfahren?

Ausdauertraining hat vorbeugend, aber auch als Behandlungskonzept nach einer Erkrankung bedeutsame gesundheitsstabilisierende Auswirkungen.

Insbesondere Fahrradfahren eignet sich durch die gleichmäßige Herz-Kreislaufbelastung zur Vorbeugung von Erkrankungen, aber auch zur rehabilitativen Behandlung von Krankheiten wie Arteriosklerose, Herzinfarkt, Bluthochdruck, Übergewicht, Fettstoffwechsel- und Zuckerstoffwechselstörungen.

Durch regelmäßiges Fahrradfahren (mind. 30 min täglich an 4 – 5 Tagen in der Woche) kommt es zu einer Senkung der Sympathikusaktivität und einer Erhöhung der Vagusaktivivät. Positive Auswirkungen sind eine Senkung der Herzfrequenz, eine Senkung des peripheren Gefäßwiderstandes, eine Senkung des Blutdrucks und  eine Ökonomisierung der Herzarbeit. Anpassungsreaktionen im Bereich der Skelettmuskulatur und der Innenhaut der Gefäße (Endothel) bewirken eine günstige Beeinflussung metabolischer Störungen, eine verbesserte Glukosenutzung und eine verbesserte Endothelfunktion. Über eine Erhöhung der zellulären Insulinsensitivität kann beim Diabetiker der Bedarf an Insulin vermindert werden. Und  die bei regelmäßigem Ausdauertraining zu beobachtende Zunahme des schützenden = guten HDL-Cholesterins führt zu einem günstigeren Verhältnis von gutem HDL zu schädlichem = die Gefäßsklerose fördernden LDL-Cholesterin.

Unterstützt und verstärkt werden die positiven Effekte auf Herzarbeit, Blutdruck und Stoffwechsel durch die Verhinderung einer Gewichtszunahme oder die Erleichterung einer Gewichtsreduktion bei Übergewicht.
Entspannung, Stressabbau, seelische Stabilisierung sind weitere positive Auswirkungen einer regelmäßigen Fahrradtrainings.



Dr. med .Rolf .Bertram
Arzt für Innere Medizin/Kardiologie

 

Organspende  - Sportler für ein “zweites Leben”


Als Besucher dieser website gehören Sie sicherlich zu den eher sportlichen Menschen. Wer Sport treibt, will seine Gesundheit erhalten oder verbessern. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, im Falle des Todes Organe für Menschen zu spenden, die aufgrund ihrer Krankheit auf Fremdorgane angewiesen sind?

Die Organspende ist für viele Menschen bestimmt ein schwieriges Thema. Man muss eine Entscheidung treffen, die einem niemand abnehmen kann. Ich möchte auf die website der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hinweisen, die alle wesentlichen Informationen rund um die Organspende bietet: www.organspende-info.de. Es lohnt sich bestimmt, die Seite mal zu besuchen. Dort kann man auch eine Infobroschüre anfordern oder als PDF herunterladen.

Wenn Sie sich dafür entscheiden, Organspender zu werden, benötigen Sie einen Organspendeausweis. Die website stellt einen Organspendeausweis als Druckversion zum Ausfüllen am PC zur Verfügung:

www.organspende-info.de/extra/bestellservice/Organspendeausweis

Das Ausfüllen erfordert kaum Mühe und kann auch gleich am PC erfolgen. Dann noch ausdrucken und unterschreiben.

Der Ausdruck hat das Format des Personalausweises. Wenn man ihn einlaminiert, ist er wetterfest und kann beim Sport mitgeführt werden.

 

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Ostmerheimer Str. 220, 51109 Köln
Tel.: 0221 8992-0, Fax: 0221 8992-300
E-Mail:
poststelle@bzga.de
www.organspende-info.de

 

 

 

Organspendeausweise sind auch in vielen Arztpraxen und Apotheken erhältlich. Es gibt auch Versionen im Scheckkartenformat. Die nachfolgende Version kann man im Herz- und Diabeteszentrum NRW, Georgstraße 11,  32545 Bad Oeynhausen erhalten.

Vom VERBAND ORGANTRANSPLANTIERTER DEUTSCHLANDS e. V. (www.vod-ev.de) gibt es weitere Informationen zum Thema Organspende und den nachstehenden Organspendeausweis.

Der Organspendeausweis wird an keiner offiziellen Stelle registriert oder hinterlegt. Es ist sinnvoll den Ausweis mit den Personalpapieren bei sich zu tragen. In Notfällen schauen Rettungskräfte dort als erstes nach und können die Angehörigen verständigen. Möglich ist aber auch, den Ausweis bei Angehörigen oder einer nicht verwandten Vertrauensperson zu hinterlegen.

Ca. 70 % der Bürger wären bereit, nach ihrem Tod Organe zu spenden, allerdings halten nur wenige Menschen ihre Entscheidung schriftlich fest oder teilen sie den nahe stehenden Menschen mit. Ich hoffe, mit diesem kleine Beitrag, Ihr Interesse für das Thema Organspende geweckt zu haben.
 

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